Im Leipziger Norden entsteht ein Mekka für Skateboard

Skateboard

Leipzig baut einen Skatepark zwischen B2 und Messe. Auf dem 2600 Quadratmeter großen Gelände entsteht bis Frühjahr 2027 eine Anlage mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Eine „intelligente“ Flutlichtanlage ermöglicht das Skaten auch im Dunkeln.

Weithin sichtbar ragen im Leipziger Norden gegenüber der Messe die roten Röhren des mittlerweile verstummten Klangprojekts „Agoraphon“ aus dem Boden.

Gleich daneben sind auf der weitläufigen Grünfläche an der Bundesstraße 2 die ersten Baumaschinen aufgefahren. In den nächsten Monaten wird sich dieses Gelände am Fuße des Messehügels in ein Mekka für Leipzigs Skateboarder verwandeln.

Bis zum Frühjahr 2027 soll auf rund 2600 Quadratmetern ein moderner Treffpunkt für Leipzigs Skate- und Rollsportszene entstehen.

Heiko Rosenthal (Linke)

Umweltbürgermeister

„Bis zum Frühjahr 2027 soll auf rund 2600 Quadratmetern ein moderner Treffpunkt für Leipzigs Skate- und Rollsportszene entstehen“, kündigte Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) am Mittwochnachmittag zum Baustart an. Eine Million Euro investiert die Kommune in die offene Anlage, die für Leipzig eine neue Ära des Freizeitsports einläutet.

Schätzungsweise 5000 bis 6000 Menschen fahren in Leipzig regelmäßig Skateboard, BMX oder Stunt-Scooter. Neben der Skatehalle „Heizhaus“ mit ihrem 2500 Quadratmeter großen Outdoor-Parcours gibt es bislang nur kleinere Standorte mit wenigen und teilweise schon verschlissenen Elementen.

Skatepark in hügeliger Landschaft

„Die Topografie an diesem Standort im Norden ist spannend“, sagte Matthias Poese, Vorstand und Projektleiter des Leipziger Landschaftsarchitekturbüros GFSL „grün für stadt + leben“, gegenüber der LVZ

Seine Firma hatte auch schon den Skater-Hotspot am „Heizhaus“ in Grünau entwickelt. „Das Gelände hier fällt ein bisschen ab. Es ist leicht modelliert. Das gab es in Grünau nicht.“

Zu den größten Herausforderungen beim Bau von Skateparks gehören die besonders anspruchsvollen Spritzbetonarbeiten.

Zwischen Messegelände und B2 entstehen rund 950 Quadratmeter reine Rollsportfläche. Die Skate-Bereiche werden als eine flüssig durchfahrbare Acht gestaltet.

Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet

Der Park, der bequem mit S- und Straßenbahn erreichbar ist, wird über drei Bereiche verfügen. Letztlich sollen dort Anfänger genauso wie Fortgeschrittene auf ihre Kosten kommen.

„Wir haben den Park so angelegt, dass es eine obere und eine untere Ebene gibt“, erläuterte Poese. „Beide können auch unabhängig voneinander gefahren werden.“ Die Ebenen sind miteinander verbunden. Über eine zentriert liegende Pumpline, die über eine große Corner in eine Speed-Section mit Jumpbox und Wallride einmündet, lässt sich der abschüssige Downhillbereich sowohl hinauf als auch hinunter fahren. „Da kann man dann tatsächlich richtig Geschwindigkeit aufbauen“, schwärmte der Projektentwickler.

Flutlichtanlage mit intelligenter Steuerung

Um Schatten auf die Anlage zu bringen und den Fahrzeuglärm der vorbeiführenden Bundesstraße zu dämpfen, werden zahlreiche Bäume und Sträucher gepflanzt. Außerdem ist eine Flutlichtanlage mit einer intelligenten Steuerung vorgesehen, sodass der Skatepark auch im Dunkeln genutzt werden kann.

Poese: „Das heißt, die Lichtanlage fährt nur auf 100 Prozent ihrer Leistung hoch, wenn tatsächlich Leute da sind und skaten.“ Bei schlechtem Wetter oder wenn nicht so viel Betrieb ist, fährt sie auf 30 Prozent der Leistung runter.

(Text gekürzt)


Quelle: LVZ

Symbolbild: Magnific

Related posts