Im Jahr 2021 veranstalten wir von August bis November – vom Bundesinnenministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert – eine neue Schulungsreihe für ehrenamtliche Mitarbeiter / innen in sächsischen gemeinnützigen Vereinen. Themenschwerpunkt ist in diesem Jahr: Vereinsarbeit digital – Potenziale und Kompetenzen.

Anmeldungen für die Workshops können getätigt werden.

Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie werden die Multiplikatorenschulung online über die Software Zoom (Code wird nach Anmeldung zugesandt) stattfinden, wobei bei den Modulen 2, 4 und 5 zusätzlich in Leipzig eine Vorort-Teilnahme für 5 Personen besteht (bitte bei Anmeldung – wenn gewünscht – mit angeben, kann aber aufgrund Begrenztheit der Plätze nicht garantiert werden).

Für eine Vor-Ort-Teilnahme wird unbedingt benötigt:

  • aktueller, negativer Corona-Test oder
  • Impfnachweis für vollständig geimpfte oder
  • Nachweis für Genesene

Wir werden dafür sorgen, dass ein Mindestabstand von 1,5m eingehalten werden kann und wir werden wie gewohnt Namen und Adresse erfassen.

Hier nachzulesen: Corona Regeln der Stadt Leipzig ab 03.08.2021

 
Termine und Orte sowie Themen der Multiplikatorenschulung können Sie der folgenden Übersicht entnehmen:

Wann: 31.08.2021
10:00 – 16:00 Uhr
Modul 1: “How-to: digitale Veranstaltungsangebote”
Inhalte: „Webinare“, “Webcasts“, Festivals, Messen, Audio- und Video-Walks etc. – virtuelle Events sind nicht zuletzt wegen ihrer ressourcenschonenden Umsetzungs- und weiten Verbreitungsmöglichkeiten im Trend – auch für Vereine stellen sie daher eine interessante und vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit dar, informative, bildende und / oder kulturelle Angebote zu realisieren sowie Publika bzw. Teilnehmer/innen auch außerhalb des unmittelbaren Umfeldes zu erreichen.

Grund genug, sich als Multiplikator/innen genauer mit jenem Thema zu beschäftigen: Digitalisierung als globales Phänomen und aktuelle Kompetenzanforderung verstehen sowie darauf aufbauend unterschiedliche mögliche Online-Veranstaltungsformate kennenzulernen, Praxis-Tipps zu erhalten, wie sie geplant und umgesetzt werden können.

Der über eine Videokonferenz-App online angebotene Workshop soll (1) einerseits einen kleinen Ein- und Überblick über die Vielfalt möglicher Angebote bieten und (2) andererseits über eine Vertiefung einzelner Beispiele konkretes Handlungswissen vermitteln. Dabei sollen gemäß des Themas des Workshops (1) Strategien der digitalen Veranstaltungspraxis dargestellt und bei dessen Konzeption und Durchführung angewandt sowie (2) digitale Tools der Einzel- und Gruppenarbeit vorgestellt und ausprobiert werden.

Referent: Kenneth Plasa (M.A. Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Ort: online per Zoom
Anmeldung hier
Wann: 28.09. 2021
10:00 – 16:00 Uhr
Modul 2: “Digitales Storytelling”
Inhalte: Geschichtenerzählen ist möglicherweise so alt, wie die Menschheit selbst. Schon immer scheinen es Menschen geliebt zu haben, Erlebtes oder Erdachtes auf interessante und spannende Art und Weise an ihre Mitmenschen weiterzugeben: Ob in Höhlenmalereien, auf Tonkrügen, am Lagerfeuer, auf Papyrus, im Theater, in Büchern, auf Tonträgern oder Kinoleinwänden – vergleichsweise neu sind Präsentationsformen und Erzählweisen in digitalen Medien wie Computer / Laptops, Internet, Smartphones, Tablets etc. Jede der oben erwähnten Möglichkeiten, Geschichten aufzubereiten und zu transportieren, greift einerseits – meist – auf klassische Strukturen von Geschichten (Spannungsbogen, Held/innenreise etc.) zurück, andererseits haben unterschiedliche Medien auch unterschiedliche Möglichkeiten und Konventionen des Erzählens. Neben Unterhaltung, sind Geschichten auch Mittel der Bildung und Erziehung, können kulturelle Werte und Handlungsweisen vermitteln.

Der vorliegende Workshop soll – aufbauend auf einer Einführung in Geschichtenerzählen und klassische Erzählstrukturen – digitales Storytelling in Theorie und Praxis vermitteln: Eine Auswahl unterschiedlicher kreativer Möglichkeiten (Stop Motion, Legevideos, Podcasts, Gifs, „Minetest”, „Twine“ etc.) – welche insbesondere auf projektbezogene Vereinsarbeit zugeschnitten ist – wird zunächst jeweils inhaltlich beschrieben und an Beispielen dargestellt, anschließend probieren die Teilnehmer/innen vorgestellte (kostenlose) Tools selbst aus.

Referentin: Kenneth Plasa (M.A. Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Ort: online per Zoom
Anmeldung hier
Wann: 14.10.2021
10:00 – 16:00 Uhr
Modul 3: “Computer- und softwaregestützte Vereinsbuchhaltung”
Inhalte: Moderne “Vereinsbuchhaltung“ erfolgt computer- und softwaregestützt. Ressourcen- und zeitsparend können so umfangreiche Berechnungen und Datensätze auf kleinem Raum, mit weniger Papier und schnell angelegt, aufbewahrt, genutzt und geteilt werden. Bereits mit kostengünstiger Hardware sowie Open-Source- und kostenlosen Programmen läßt sich Aufwand deutlich reduzieren. Für Vereine mit kleinem Budget und keinen oder wenig festen Mitarbeiter/innen eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit.

Weil ohne Grundkenntnisse in der Buchhaltung auch keine der digitalen technischen Möglichkeiten sinnvoll angewandt werden kann – sollen im Rahmen des Workshops Praxiskenntnisse in der Nutzung von Software mit methodischen, inhaltlichen und rechtlichen Grundkenntnissen der Vereinsbuchhaltung kombiniert und an Praxisbeispielen erläutert werden (u. a. Kassenbuch, Steuern, Freibeträge, Verträge und Honorarvereinbarungen, Spenden und Sponsoring, Gesetzesänderungen). Tipps, Beispiele und Vorlagen aus der langjährigen Vereinsarbeit fließen ebenso ein.

Referent: Diana Vachtchenko (M.A. Musikwissenschaft)
Ort: online per Zoom oder als begrenzte Ausnahme beim Integrationsverein “Leipzig – Brücke der Kulturen e. V.” , Leipzig
Anmeldung hier
Wann: 28.10. 2021
10:00 – 16:00 Uhr
Modul 4: “Digitale Kommunikation – Vereinsziele und -erfolge wirksam präsentieren”
Inhalte: Digitalisierung ist bereits seit Jahren in aller Munde. Auch für Vereine sind digitale Mittel eine große Chance. Sie helfen dabei, Alltagsprozesse effizienter und schneller zu gestalten und mehr Menschen zu erreichen, Vereinsziele klar und wirksam nach außen zu kommunizieren und die Projektarbeit innerhalb des Vereins besser zu strukturieren – auch bei der Arbeit von Zuhause aus.

Der Umgang mit digitalen Medien bildet eine wichtige Grundlage der Vereinsarbeit. Bei der Kommunikation mit Vertreter/-innen von anderen Vereinen stellten wir fest, dass die Multiplikator/-innen, insbesondere im Alter ab 45-50 Jahre, über geringe Kenntnisse im Umgang mit Webseiten, Social Media und digitalen Tools für das Projektmanagement verfügen und Probleme damit haben, ihre Vereinsziele und Projekte zu repräsentieren. Mangelnde digitale Kompetenz führt häufig zu Missverständnissen und langwierigen Prozessen auch in der internen Kommunikation von Vereinen.

Unser Ziel ist, Kenntnisse und Fertigkeiten der Teilnehmer/-innen im Umgang mit digitalen Medien als Kommunikationsmitteln in de Öffentlichkeits- und Projektarbeit nachhaltig zu verbessern. Dazu zählen Newsletter und dazugehörige Programme, Content-Management-Systeme, Webseiten und Blogs sowie Kommunikation durch diverse Social-Media-Kanäle. Die Kenntnisse dazu werden theoretisch und praktisch an konkreten Beispielen von Vereinsauftritten vermittelt. Anschließend setzen die Teilnehmenden die erworbenen Kenntnisse bei praktischen Aufgaben ein, indem sie z. B. den Entwurf einer eigenen Webseite am Flipchart und einen kurzen webgerechten Text über ihr aktuelles Projekt präsentieren. Darüber hinaus diskutieren sie ihre positiven und negativen Erfahrungen und erhalten Feedback zu den Webauftritten ihrer Vereine, neue Impulse und Ratschläge zur Verbesserung ihrer Online-Kommunikation und -auftritte. So können die Teilnehmenden die Öffentlichkeit über ihre Organisationen umfassend informieren und für wichtige Themen/soziales Engagement sensibilisieren sowie neue ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen und Unterstützer gewinnen.

Als Tools für die interne Kommunikation und Zusammenarbeit, auch in Remote-Teams, werden solche Tools wie Padlet, Trello und Cardboard vorgestellt und ihre Funktionen aufgezeigt. Zur Übung erstellen die Teilnehmenden ein Board zu einem laufenden Projekt oder Aufgaben innerhalb des Vereins.

Referentin: Maria Knyazeva (Dipl.-Journ.)
Ort: online per Zoom oder als begrenzte Ausnahme beim Integrationsverein “Leipzig – Brücke der Kulturen e. V.”, Leipzig
Anmeldung hier
Wann: 09.11. 2021
10:00 – 16:00 Uhr
Modul 5: “Online-Fundraising für Vereine: Fördermittel und Mitstreiter/-innen finden”
Inhalte: Die Digitalisierung hat Auswirkungen auf unser gesamtes Leben. Auch Vereine stehen vor der Herausforderung, sich die neuen, digitalen Rahmenbedingungen zu Nutze zu machen.
Vereine sind als gemeinnützige Organisationen auf Finanzierung aus anderen Quellen und Spenden angewiesen. Mittlerweile sind kaum Projektanträge ohne Online-Formulare möglich. Auch bei Spendenaktionen haben sich die digitalen Möglichkeiten in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Dabei können Spenden sowohl auf den eigenen digitalen (Webseiten, Social Media) als auch auf externen digitalen Kanälen (Crowdfundingplattformen) gesammelt werden. Dank der Entwicklung von Corporate Social Responibility-Strategien in Unternehmen sind auch zahlreiche (Online-)Kooperationen mit diesen Akteuren möglich.
Durch diese Schulung sollen die Teilnehmenden befähigt werden, die Online-Finanzierungsquellen für eigene Maßnahmen zu finden und zu beantragen. Sie eignen sich neue Kenntnisse über digitale Möglichkeiten und Methoden an und werden dazu motiviert, Online-Kanäle und -Tools bei ihrer Projektarbeit aktiv einzusetzen.
Referentin: Maria Knyazeva (Dipl.-Journ.)
Ort: online per Zoom oder als begrenzte Ausnahme beim Integrationsverein “Leipzig – Brücke der Kulturen e. V.”, Leipzig
Anmeldung hier

Für Fragen und Anmeldungen stehen wir Ihnen unter der Telefonnummer: 0341-4201782 sowie der E-Mail-Adresse: LBK@m0ct.eu zur Verfügung.
Kosten für Workshops werden von uns getragen.

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