TAGE DER INDUSTRIEKULTUR 2026 – in Leipzig und Region

INDUSTRIEKULTUR

TAGE DER INDUSTRIEKULTUR zeigen eine lebendige Industriekultur in Leipzig und Region

7. bis 13. September 2026

In vier Wochen ist es so weit – dann starten die diesjährigen „TAGE DER INDUSTRIEKULTUR“ in Leipzig und Region – federführend vom Industriekultur Leipzig e. V. organisiert. Ein beliebtes Format ist das „Offene Werktor“, bei dem Unternehmen ihre Türen und Tore für die interessierte Öffentlichkeit öffnen und einen Blick hinter die Kulissen gewähren. Neu dabei in diesem Jahr ist der Burgenlandkreis mit zahlreichen Unternehmen. Außerdem findet das 11. INDUSTRIE|KULTUR|FESTIVAL mit einem siebentägigen Programm statt – dies reicht von Führungen zur 130-jährigen Straßenbahngeschichte, einem Vortrag über die Kulturgeschichte der Thermoflasche über eine Lesung zu Wolfgang Hilbig und Walter Bauer hin zum Tag des offenen Denkmals im Robert-Koch-Park sowie die Abschlussveranstaltung „Klingender Park“ im Clara-Zetkin-Park.

Offenes Werktor

Jährlich in der zweiten Septemberwoche finden die TAGE DER INDUSTRIEKULTUR statt, 2026 bereits zum 14. Mal. Die Veranstaltungsreihe hat sich längst als fester Bestandteil im Kalender der lokalen und regionalen Industriekultur etabliert. In diesem Jahr lädt sie vom 7.–13.09.2026 dazu ein, industrielle Geschichte und Gegenwart an zahlreichen Orten der Region zu entdecken. Das Angebot reicht dabei weit über die Leipziger Stadtgrenzen hinaus. Neben Veranstaltungen in Leipzig beteiligen sich Standorte von Bad Düben im Norden über Wurzen im Osten und Zeitz im Süden bis nach Merseburg im Westen.

Ein bewährter Programmpunkt ist das Format „Offenes Werktor“. Hier gewähren Unternehmen Einblicke in ihre Historie, ihre Produkte, moderne Fertigungsprozesse und innovative Entwicklungen. Gleichzeitig dient das Angebot der Fachkräftegewinnung und Nachwuchsförderung. Besonders Schulklassen nutzen die Gelegenheit, frühzeitig mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen.

Zu den langjährigen Partnern gehört die Standortinitiative Wurzener Land e. V., die unter anderem die FläktGroup Wurzen GmbH erneut für eine Teilnahme gewinnen konnte. Das Unternehmen produziert hochmoderne Zentrallüftungsgeräte auf anspruchsvollem technischem Niveau und ist durch umfangreiche Investitionen bestens auf die Anforderungen eines globalen Marktes vorbereitet.

Lüftungsgeräte, Kettenzüge, Maschinenbau

Ebenfalls vertreten ist die LIFTKET Hoffmann GmbH, die Elektrokettenzüge mit Traglasten von 125 bis 25.000 Kilogramm und Hubhöhen von bis zu 200 Metern fertigt. Rund 300 Mitarbeitende sorgen täglich dafür, dass jeden Monat mehrere Tausend dieser Produkte das Werk verlassen und in mehr als 65 Länder exportiert werden.

Darüber hinaus präsentieren die Standortinitiative Wurzener Land e. V. und der Wurzener Geschichts- und Altstadt-Verein e. V. die Ausstellung „Wurzener Land im Wandel – Schotter, Kekse und Maschinen. Ein Streifzug durch die Industriegeschichte“.

Erstmals beteiligen sich die SEWIG Strukturentwicklungs- und Wirtschaftsfördergesellschaft Burgenlandkreis mbH sowie die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau an den TAGEN DER INDUSTRIEKULTUR. Gemeinsam soll im Burgenlandkreis ein neuer Schwerpunktstandort aufgebaut werden. Zu den teilnehmenden Unternehmen zählt die ELMA-Zeitz ElektroMaschinenbau GmbH, die seit 1935 am Markt tätig ist. Auch die Lebensmittelindustrie ist vertreten. So öffnet die Henglein GmbH & Co. KG ihre Türen. Das Unternehmen ist insbesondere für Kloß- und Knödelteige sowie Hefeklöße bekannt.

Von Leipzig aus ist zudem das MIBRAG-Bildungszentrum in Elsteraue bequem mit der Bahn erreichbar. Die Einrichtung bietet ein breites Spektrum an Ausbildungsberufen, darunter Industriemechaniker/-in, Maschinen- und Anlagenführer/-in sowie Fertigungsmechaniker/-in. Erweitert wird das Angebot durch umfangreiche Weiterbildungsprogramme für Fach- und Führungskräfte.

Lebendige Industriekultur

Ergänzt wird das Programm durch zahlreiche weitere Veranstaltungen, die das diesjährige Motto „Eine lebendige Industriekultur“ auf vielfältige Weise mit Leben füllen. So lädt Joe Laube zu Fahrten mit seiner eKutsche durch Plagwitz und Lindenau ein. Entlang der Route erfahren die Teilnehmenden Wissenswertes über bedeutende Orte der Leipziger Industrie- und Wirtschaftsgeschichte.

Auf historische Spurensuche begibt sich Helge-Heinz Heinker, der seinen Gästen die Geschichte der Anschlussbahnen näherbringt und dabei der Frage nachgeht, wie Leipziger Erzeugnisse einst ihren Weg auf die internationalen Märkte fanden.

Ein besonderes Jubiläum feiert die Museumsfeldbahn am Lindenauer Hafen: Die Kiesbahn, die 1856 ihren Betrieb aufnahm, wird 170 Jahre alt. Aus diesem Anlass werden Fahrten in die Schönauer Lachen sowie zum Museumsbahnhof angeboten.

Das Deutsche Museum für Galvanotechnik e. V. und die IG Historischer Elektromaschinenbau e. V. beteiligen sich mit dem Vortrag „Steampunk in der Kunst und Kultur am Beispiel der Alten Meister“. Im Anschluss erhalten Besucherinnen und Besucher bei einer Führung durch die benachbarte Vopelius Chemie AG weitere spannende Einblicke. Darüber hinaus werden ganztägig der Werks- und Werbefilm „Langbein-Pfanhauser Werke AG“ aus dem Jahr 1925 sowie Vorführungen zur handwerklichen Vergoldung kleiner Münzen präsentiert.

Druckkunst in Plagwitz

Auch das in Plagwitz ansässige Museum für Druckkunst öffnet seine Türen mit mehreren thematischen Führungen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Guillochiermaschine sowie die technisch anspruchsvolle MONOTYPE-Anlage. Sie veranschaulicht die Mechanisierung des klassischen Handsatzes.

Ein umfangreiches Veranstaltungsangebot bieten zudem die Deutsche Nationalbibliothek und das Deutsche Buch- und Schriftmuseum. Ob Hidden-Place-Führung, Home-Entertainment vor 100 Jahren, der Erfindergeist und das Unternehmertum einer Buchstadt oder ein Blick hinter die Kulissen der Magazine als Herzstück des Wissensnetzwerks – das Programm hält für unterschiedliche Interessen spannende Entdeckungen bereit.

Mit einer außergewöhnlichen Themenführung ist Daniela Neumann von „Entdeckt in Leipzig“ vertreten. Im Mittelpunkt stehen bedeutende Leipziger Frauen und ihre Leistungen. Die Führung lädt zu einer besonderen Entdeckungsreise durch die Stadtgeschichte ein.

Ob Unternehmen oder Verein, Arbeitsgruppe oder Einzelperson. Alle an der Industriekultur in Leipzig und der Region Interessierten können ihre Veranstaltungen noch bis zum 11.09.2026 anmelden.

Weitere Informationen und das Programm finden Sie auf: www.tik-leipzig.de


Quelle: Leipziginfo.de

Symbolbild: Magnific

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