Herbststürme in Deutschland: Die Sturmtiefs «Luisa» und «Manya» rücken an

Auf Deutschland bewegen sich zwei mächtige Herbststürme zu, die auf weiten Teilen des Bundesgebietes für stürmische Winde und ergiebigen Dauerregen sorgen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat bereits für zahlreiche Regionen offizielle Unwetterwarnungen herausgegeben.

Das erste Sturmtief «Luisa», das vom Ärmelkanal heranzieht, bringt stürmische Böen, ergiebigen Regen und örtliche Gewitter mit sich. Den Prognosen der Meteorologen zufolge wird das zweite Sturmtief namens «Manya» Deutschland in der Nacht zum Sonntag erreichen. Aus diesem Grund empfehlen Experten, rechtzeitig Vorsichtsmaßnahmen für das Unwetter zu treffen.

Wo die stärksten Windböen und Unwetter erwartet werden

Vor allem die westlichen, nordwestlichen und nördlichen Bundesländer werden direkt von den Ausläufern der Sturmtiefs getroffen.

  • Westen und Südwesten: Die Bewohner dieser Regionen müssen sich auf Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 75 Kilometern pro Stunde einstellen. In Nordrhein-Westfalen frischt der Herbstwind bereits im Laufe des Nachmittags stürmisch auf.

  • Nordseeküste und Inseln: Sturmtief «Luisa» sorgt in Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein für Sturmböen. An der Nordseeküste werden schwere Sturmböen erwartet, während über der offenen See sogar orkanartige Böen auftreten können. Zudem haben Reedereien wegen der Unwetterlage bereits Fährverbindungen gestrichen, beispielsweise nach Helgoland.

  • Mittelgebirge und Alpen: In den Höhenlagen der Gebirge erreichen die Windböen bis zu 110 Kilometer pro Stunde. Die extremsten Werte werden jedoch auf dem Brocken im Harz erwartet. Dort sind bis Sonntag Orkanböen von bis zu 150 Kilometern pro Stunde möglich. In den Alpen fällt ab einer Höhe von 1200 Metern gleichzeitig der erste Neuschnee.

Worauf sich Leipzig und Sachsen am Wochenende einstellen müssen

Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegen ebenfalls im Einflussbereich der Sturmfront. In Leipzig und Umgebung startet der Freitag jedoch zunächst noch vergleichsweise ruhig — im Osten des Landes bleibt es streckenweise trocken mit kurzen sonnigen Abschnitten.

Dennoch ändert sich die Wetterlage im Laufe des Abends spürbar:

  1. Zunehmender Wind: Die Böen aus Süd bis Südwest nehmen in Leipzig gegen Abend deutlich zu. Infolgedessen ist am Samstag und Sonntag im gesamten Stadtgebiet mit Sturmböen zu rechnen.

  2. Ergiebiger Regen: Die Ausläufer der Front bringen anhaltenden Herbstregen. Im Westen fallen bis zu 30–40 Liter Regen pro Quadratmeter, und ein Teil dieses Regenbandes zieht direkt über Sachsen hinweg.

  3. Temperatursturz: Zusammen mit dem Wind und dem Regen hält kältere Luft Einzug, die spürbar an den bevorstehenden Winter erinnert.

Sicherheitstipps: So schützen Sie sich und Ihr Eigentum bei Sturm

Rettungsdienste und Meteorologen raten dringend dazu, während des Durchzugs der Sturmfront grundlegende Sicherheitsregeln zu beachten:

  • Fenster und Türen sichern: Schließen Sie alle Fenster und Türen sorgfältig, da plötzliche Windböen diese gewaltsam aufreißen können.

  • Wälder und Parkanlagen meiden: In Leipzig sollten Sie Spaziergänge im Johannapark, im Rosenthal oder im Leipziger Auenwald vorerst vermeiden. Durch den aufgeweichten Boden und den starken Wind besteht hohe Gefahr durch herabstürzende Äste und umstürzende Bäume.

  • Balkone und Gärten sichern: Besitzer von Häusern und Wohnungen mit Balkon sollten Gartenmöbel, Blumenkübel, Fahrräder und Mülltonnen rechtzeitig sichern oder ins Innere holen.

Fazit: Das Wochenende am besten im Warmen verbringen

Zusammenfassend wird das kommende Wochenende in Deutschland und Leipzig klassisch herbstlich — windig, nass und ungemütlich. Folglich ist es ratsam, längere Aktivitäten im Freien zu verschieben, im Straßenverkehr besonders vorsichtig zu sein und die Zeit im gemütlichen Zuhause zu genießen.

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Der Artikel wurde von Stanislav Mustaiev vorbereitet.