Sechs Planeten reihen sich am Abendhimmel auf – vier davon lassen sich mit bloßem Auge erkennen. Ab dem Wochenende bietet sich Himmelsbeobachtern ein besonderes Schauspiel. Wann, wo und wie man die seltene Planetenparade am besten sieht.
Wer in den kommenden Abenden nach Sonnenuntergang den Blick gen Himmel richtet, kann ein seltenes astronomisches Schauspiel erleben: Sechs Planeten unseres Sonnensystems stehen gleichzeitig am Firmament: Jupiter, Saturn, Venus, Merkur, Uranus und Neptun ordnen sich dabei in einer Reihe an – ein Ereignis, das Fachleute als große Planetenkonstellation bezeichnen.
Laut der Astronomie-Plattform „Star Walk“ gilt der 28. Februar als Mediandatum, an dem das Spektakel weltweit besonders gut zu beobachten ist. Für Deutschland allerdings verschiebt sich der optimale Zeitpunkt leicht: In Berlin etwa empfiehlt die Plattform den 1. März als besten Beobachtungsabend.
Schon jetzt zeigen sich nach Angaben des „MDR“ fünf Planeten am frühabendlichen Himmel. Am 1. März gesellt sich dann auch die Venus dazu. Das Beobachtungsfenster ist allerdings knapp: Rund eine Stunde nach Sonnenuntergang steht die Planetengruppe am Himmel. Danach verschwindet der Planetenhaufen bereits gegen 19 Uhr in westlicher Richtung hinter dem Horizont.
Vier Planeten mit bloßem Auge erkennbar
Von den sechs Himmelskörpern lassen sich vier sogar ohne technische Hilfsmittel erkennen: Jupiter, Saturn, Venus und Merkur. Jupiter strahlt dabei am Abendhimmel im Südosten besonders hell – sein orangefarbenes Licht flackert im Gegensatz zu Sternen nicht, sondern leuchtet gleichmäßig. Die Venus wird dennoch der hellste Punkt am Himmel sein.
Merkur hingegen steht sehr tief am Horizont und ist daher nur eingeschränkt sichtbar. Wer Uranus und Neptun erspähen möchte, benötigt mindestens ein Fernglas – beim Neptun sollte man zudem einen Ort mit wenig künstlicher Beleuchtung aufsuchen, da der ferne Planet nur unter besonders dunklen Bedingungen auszumachen ist.
Der Mond hilft bei der Orientierung
Ein praktischer Wegweiser am Nachthimmel ist in diesen Tagen der Mond. Er bewegt sich auf seine Vollmondphase am 3. März zu und erscheint zu rund 90 Prozent beleuchtet. Am 26. Februar steht er rechts, am 27. Februar links von Jupiter. Wer mit den übrigen Planeten kein Glück hat, kann sich also einfach auf das Duo Jupiter und Mond konzentrieren. Für alle, die sich am Himmel unsicher fühlen, bieten Sternenhimmel-Apps wie „Star Walk 2“ oder „Stellarium Mobile“ eine gute Hilfestellung.
Wo das Wetter mitspielt
Die besten Chancen auf einen wolkenfreien Blick haben nach aktuellem Stand Himmelsbeobachter im Südosten Deutschlands. Im Nordwesten könnten dagegen Wolken die Sicht verhängen. Allerdings kann sich die Wetterlage bis zum Wochenende natürlich noch ändern. Wer am Samstag kein Glück hat, muss nicht verzweifeln: Die Konstellation bleibt einige Tage vor und nach dem optimalen Datum sichtbar und lässt sich bis in den März hinein beobachten.
Ein vergleichbares Himmelsereignis mit so vielen gleichzeitig sichtbaren Planeten findet laut den Experten erst wieder 2028 statt. Es lohnt sich also, einen Abend dafür einzuplanen – am besten an einem Ort abseits von Straßenlaternen und Hochhäusern, mit freiem Blick zum Horizont.
Quelle: web.de
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