Ostern droht eine böse Überraschung beim Wetter

Ostern

Das Wetter wird winterlich, und zwar ausgerechnet an Ostern: Eine Kaltfront zieht quer über Deutschland und bringt arktische Luft mit sich. Der Meteorologe Özden Terli spricht von „Aprilwetter XXL“.

Zur Wochenmitte stellt sich das Wetter in Deutschland radikal um. Das bislang bestimmende Hoch zieht sich auf den Atlantik zurück, während sich vom Nordwesten ein Tief über Deutschland ausbreitet. Damit strömt deutlich kältere Luft ins Land. Diplom-Meteorologe Özden Terli erklärt t-online: „Die Kaltfront zieht vom Norden rasch südostwärts und kommt am Mittwoch bereits um die Mittagszeit im Süden Deutschlands an. Dahinter strömt arktische Kaltluft mit herzlichen Grüßen vom polaren Norden zu uns.“

Der Winter feiert ein kleines Comeback: Sturmböen, kräftige Regengüsse, Schnee- und Graupelschauer, Gewitter und andauernder Schneefall am Alpenrand erwarten Deutschland, so die Prognose des ZDF-Wetterexperten. „Aprilwetter XXL Ende März“, lautet sein Fazit.

Am Donnerstag erreichen die Temperaturen dann nur noch Höchstwerte zwischen 1 und 9 Grad. Nachts wird es aber deutlich kälter. Die Temperaturen fallen unter 0 Grad. „Immerhin gibt es zwischen den Schauern auch mal Sonnenschein. Und in der sauberen arktischen Luft sieht der Himmel besonders klar und schön blau aus“, tröstet Terli angesichts der Wetteraussichten.

Kalte Luftmassen strömen zu Ostern nach Deutschland

Auch in den Tagen danach bleibt das Wetter unbeständig. Über Mitteleuropa stellt sich eine sogenannte Trogstruktur ein. Dabei gelangt weiterhin kühle Luft nach Deutschland, begleitet von wechselnder bis starker Bewölkung und wiederkehrenden Schauern.

Die Temperaturen liegen laut den Berechnungen deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Kontrollläufe zeigen eine Abweichung von 3 bis 5 Grad nach unten. Damit startet der April nach aktuellem Stand kalt und nass.

Was das Wetter zu Ostern angeht, waren sich die Wettermodelle lange uneins, doch nun beginnen sie sich zu konsolidieren. Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt auf Anfrage von t-online: „Sowohl das europäische als auch das amerikanische Modell simulieren übereinstimmend eine blockierende Hochdrucklage über Nordeuropa. Eine solche Konstellation führt dazu, dass die übliche Westströmung abgeschwächt wird und stattdessen kalte Luftmassen aus nördlichen Breiten nach Mitteleuropa vorstoßen können.“


Quelle: T-Online

Bild: KI

Related posts