MOST-Interview mit dem CDU-Abgeordneten Dr. Thomas Feist

Guten Tag! Liebe Zuschauer, heute möchte ich Ihnen gerne unseren besonderen Gast vorstellen, den Leipziger CDU-Abgeordneten im Bundestag, Musik- und Kulturwissenschaftler Herrn Dr. Thomas Feist. Herr Feist engagiert sich im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.

1) Lieber Herr Feist, erzählen Sie uns bitte kurz über Ihre Person. Sie waren in jungen Jahren zunächst längere Zeit Heizungsinstallateur und gründeten unter anderem ein Musiktheater namens „Kaktus“. Das sieht auf den ersten Blick nicht nach dem „klassischen“ Lebenslauf eines Akademikers und insbesondere Politikers aus. Wann und wodurch begann die Politisierung Ihrer eigenen Person, was bewegte Sie dazu, sich selbst aktiv in die Politik einzubringen? Und warum haben sie sich im Rahmen Ihres politischen Werdegangs für eine Mitgliedschaft in der CDU und nicht etwa in einer anderen Partei oder für die Parteilosigkeit entschieden?

2) In Ihrem Lebenslauf betonen Sie als Nicht-FDJ-Mitglied und Wehrdienstverweigerer keinen Zugang zum Abitur gehabt zu haben und dass aus ihrer Sicht für viele Bürger der ehemaligen DDR ein Leben in Würde und Freiheit erst mit dem Ende der SED-„Diktatur“, wie Sie diese betiteln, beginnen konnte. Aus welchen Gründen halten Sie gerade diese Distanzierung für wichtig und welche Schlüsse ziehen Sie hieraus für Ihr eigenes politisches Handeln?

3) Welche Probleme und Perspektiven sehen Sie aktuell in den Bereichen Bildung und Forschung in Deutschland? Und welche Ergebnisse will die CDU in diesen Bereichen in der kommenden Legislaturperiode erzielen?

4) Der CDU-Wahlslogan lautet: „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“. Darunter werden Arbeit und Wohlstand für alle, Zusammenhalt, Ordnung und Sicherheit verstanden. Welche Schritte sind dafür vorgesehen?

5) In Verbindung mit der letzten Frage: das “wir“ ist in Deutschland aktuell ein bisweilen brisantes Thema. Was bzw. wen verstehen die CDU sowie Sie als Kandidat unter dem “wir“ in Deutschland, auch in Hinblick auf den Wahlslogan der CDU?

6) Nicht nur an das Selbst- und Volksverständnis anknüpfend, sondern auch bezüglich sozialer und integrativer Fragen, schlägt die Flüchtlingskrise nach wie vor hohe Wellen und schafft Meinungsverschiedenheiten – auch innerhalb der politischen Mitte und koalitons- wie parteiintern. Welche Lösungen schlägt die CDU im weiteren Vorgehen in der Flüchtlingskrise vor und wie beurteilen Sie rückblickend die Politik der Regierung und damit vorrangig Ihrer eigenen Partei?

7) Ein weiteres ausgelobtes Ziel ist die Vollbeschäftigung auf dem Arbeitsmarkt. Welche Maßnahmen sind aus Ihrer Sicht erforderlich und geeignet, um dieses Ziel zu verwirklichen?

8) Welche Absichten und Leitgedanken verfolgen Sie persönlich auf Ihrem politischen Weg und bei der Arbeit als Bundestagsabgeordneter? Was würden Sie im Falle des erneuten Erhalts eines Direktmandats und damit dem sicheren Einzug in den Bundestag in Berlin dort als Erstes anregen wollen? Und wie wollen Sie sich in Berlin für Leipzig einsetzen?

9) Als Verein, der vor allem mit Menschen aus dem russischsprachigen Raum zusammenarbeitet, interessiert uns und unsere Leser (und Zuschauer) natürlich auch das Verhältnis zwischen Russland und Deutschland. Wir sind alle sehr am Frieden zwischen den Völkern interessiert und bauen momentan das Völkerfreundschaftsdenkmal – eine Miniaturkopie des Völkerschlachtdenkmals – in Leipzig im Ural.

Wie schätzen Sie das aktuelle und zukünftige Verhältnis zwischen beiden Ländern ein?

10) In einem Interview nannten Sie das sinkende gesellschaftliche Engagement als größtes Problem der heutigen Gesellschaft. Welche konkreten Lösungen sehen Sie hierfür vor und wie sollten aus Ihrer Sicht gemeinnützige Vereine und andere gesellschaftlich oder sozial engagierte Institutionen vom Staat gefördert werden?

11) Wie engagieren Sie sich gesellschaftlich und sozial?

12) Abschließend natürlich noch eine unabdingbare Frage: warum sollte in der Wahlkabine das Kreuz ausgerechnet neben Ihren Namen gesetzt werden?

Ich bedanke mich bei Ihnen, Herr Feist, ganz herzlich für das freundliche Interview und wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Wahlkampagne.

Video/Schnitt/Foto
MVMEDIA Leipzig
Mikhail Vachtchenko
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